Landausflüge auf Lanzarote

Landausflüge auf Lanzarote

Lanzarote

Lanzarote liegt in Sichtweite von Fuerteventura und ist die östlichste Insel der Kanaren. Afrika ist nur 140 Kilometer. Weite Teile der Insel sind von Vulkankratern und Lavafeldern bedeckt. Trotzdem ist Lanzarote eine der schönsten Inseln der Kanaren und ein häufiges Ziel von Kanaren Kreuzfahrten. Neben dem ungewöhnlichen Landschaftsbild, hat dazu auch der berühmte Künstler Cesar Manrique beigetragen, dessen Spuren man überall auf der Insel begegnet. Sorgfältig ausgewählte Landausflüge auf Lanzarote und Besichtigungstouren lokaler Anbieter kann man z.B. bei Viator oder Kreuzfahrtausflüge.de buchen. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von Turismo Lanzarote.

Auf eigene Faust

Arrecife auf Lanzarote

Kreuzfahrthafen Arrecife

Kreuzfahrtschiffe machen im Hafen der Inselhauptstadt Arrecife fest. Die beiden Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe sind auf dem Foto gut zu erkennen. Im Vordergrund erkennt man die lange Muelle de los Marmoles. Hier, am nördlichen Stadtrand von Arrecife, können mehrere große Kreuzfahrtschiffe hintereinander festmachen. Das Zentrum der kleinen Inselhauptstadt ist ca. 4 Kilometer entfernt. Im Hintergrund erkennt ein Kreuzfahrtschiff von TUI Cruises an der neuen Muelle de Cruceros. Diese liegt etwas verkehrsgünstiger. An beiden Häfen gibt es ein Büro der Touristeninformation.

Zu Fuß

Die neue Muelle de Cruceros

Die neue Muelle de Cruceros

Wer nur ein wenig im Zentrum bummeln möchte, hat einen Vorteil, wenn das Kreuzfahrtschiff an der neuen Muelle de Cruceros liegt. Vom diesem neuen Liegeplatz läuft man ca. 1,5 Kilometer durch die moderne Marina mit ihren Restaurants und Geschäften in Richtung Zentrum.

Von der Muelle de los Marmoles gibt es einen ausgeschilderten Fußweg in Richtung Zentrum. Allerdings ist die Entfernung recht groß. Bis zur Haupteinkaufsstraße Calle Leon y Castillo läuft man ca. 3,5 Kilometer. Mit einem Fahrrad ist man etwas mobiler. Diese kann man im Hafen mieten. Gelbe Schilder weisen den Weg. Zuletzt wurden zehn Euro pro Tag verlangt.

Busse

Lokaler Bus

Lokaler Bus

Die Reedereien der Kreuzfahrtschiffe, die an der Muelle de los Marmoles anlegen, bieten in der Regel einen kostenpflichtigen Shuttlebus nach Arrecifa an. Bei den deutschen Reedereien wurden dafür zuletzt 6 bis 7 Euro verlangt. Die Busse pendeln zwischen der Muelle de los Mormoles und einem Parkplatz am Binnenhafen Charco de San Gines hin- und her. Mit einem Ticket kann, wenn man möchte, mehrfach fahren. Von der Muelle der Cruceros gibt es in der Regel keine Shuttelbusverbindung, da die Entfernung ins Stadtzentrum deutlich geringer ist.

Auf der Insel gibt es ein gut ausgebautes öffentliches Busnetz. Auf der Webseite der Busgesellschaft (arrecifebus.com) findet man Fahrplaninformationen auch in deutscher Sprache. Der zentrale Busbahnhof befindet sich in der Calle Rambla Medular und ist leider relativ weit von den Häfen entfernt. Allerdings gibt es am Fuß der Muelle de los Marmoles eine Bushaltestelle (Los Marmoles). Hier halten die Busse nach Costa Teguise. Das ist eines der Ferienzentren mit einem schönen Strand.

Mietwagen

Der Hafen

Ein weiterer Blick auf die Häfen

Lanzarote kann man sehr gut mit einem Mietwagen erkunden. Die Straßen sind gut ausgebaut und beschildert. In beiden Kreuzfahrthäfen kann man auch Autos mieten. Die bekanntesten einheimischen Verleiher auf den Kanaren sind Cicar und Cabrera Mdina. Es gibt aber auch internationale Verleiher wie Sixt oder Avis. Wird würden einen Wagen vorab reservieren und dann im Hafen abholen. Angesichts der großen Zahl an Mitreisenden ist das der sichere Weg.

Taxis

Eine gut Alternative für Landausflüge auf Lanzarote sind Taxen, die auch Rundfahrten über die Insel anbieten. Die Vereinigung der Taxifahrer informiert in den Häfen über die Angebote und Preise. Die Fahrt nach Arrecife kostete zuletzt 10 Euro. Für Fahrten nach Costa Teguise zahlte man 12 Euro und für eine Fahrt nach Playa del Carmen waren 24 Euro fällig. Daneben gibt es eine Auswahl an Inseltouren. Ein deutschsprachiger Taxiunternehmer ist Guidos Taxi.

Highlights für Landausflüge auf Lanzarote

Auf einen Blick

Auf einen Blick

Lanzarote, die Insel der Feuerberge, ist für uns eines der schönsten Ziele einer Kanaren Kreuzfahrt. Die Insel wurde durch 2 Dinge wesentlich geprägt. Durch den Vulkanismus und die Werke des Künstlers Cesar Manrique. Die meisten Kreuzfahrturlauber sind beeindruckt von der wilden vulkanischen Landschaft, vor allem von den faszinierenden, in vielen Farben changierenden Feuerbergen. Trotz der Vulkane gibt es auf Lanzarote herrliche, überwiegend helle Sandstrände. Hier einige Highlights für Landausflüge auf Lanzarote.

Arrecife

Die Inselhauptstadt hat für Touristen nicht allzu viel zu bieten. Schön ist der Charco de San Gines mit den alten Fischerhäusern auf seiner Nordseite, ebenso das Castillo de San Gabriel auf der vorgelagerten Insel. Viele Neubaugebiete sind im Halbkreis um die Stadt entstanden. Die Calle Leon y Castillo ist die Fußgängerzone in der ein Geschäft dem anderen folgt. Einige Läden stammen noch aus der Zeit um 1900. Sie wirken zwar etwas antiquiert, sind aber sehr hübsch anzuschauen. Ehrwürdige Kaufmannsläden, die im Inneren noch hölzerne Balkone besitzen, über die man an die oberen Regale und Schränke gelangt.

Arrecife verfügt einen sehr schönen Stadtstrand. Die einige hundert Meter lange Playa del Reducto liegt am westlichen Stadtrand. Die Wasserqualität ist gut (Blaue Flagge). Schirme und Liegen können gemietet werden. Es ist im Wasser teilweise steinig. Badeschuhe wären deshalb von Vorteil.

Die Vulkane

Timanfaya National Park

Timanfaya National Park

Ein besonderes Highlight ist eine Tour durch den Parque Nacional de Timanfaya. Wenn man mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann man am Besucherzentrum parken. Hier starten die Busse in den Nationalpark. Bei der Fahrt durch die Feuerberge zeigt sich, was die gewaltigen Kräfte des Erdinnern an der Oberfläche alles bewirken können. Zwischen 1730 und 1736 fanden auf Lanzarote gewaltige Vulkanausbrüche statt. Das gesamt Gebiet ist heute eine Mondlandschaft, die meterhoch mit Lava und Ascheregen bedeckt ist. Direkt darunter ist auch heute noch extrem heiß. Es gibt ein Restaurant, in dem Fleisch und Fisch direkt über einem Erdloch gegart werden. Parkwächter schütten Wasser in Erdlöcher, das dann sofort als Fontäne zischend wieder nach oben schießt.

Auch andere Sehenswürdigkeiten haben mit Vulkanen zu tun. Zum Beispiel die Lavahöhlen von Jameos del Agua im Nordosten der Insel. Es gibt einen unterirdischen See mit Krabben, die sonst nur in der Tiefsee vorkommen. In eine der Höhlen ist ein Restaurant mit Bar eingezogen, eine weitere Höhle wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die etwa 1 km entfernte Cueva de los Verdes gehört zu dem gleichen Lavahöhlensystem und kann auf geführten Touren erkundet werden.

Cesar Manrique

Cesar Manrique Foundation

Wohnhaus Cesar Manrique

Zu den besonderen Highlights Lanzarotes zählen vor allem auch die Werke von Cesar Manrique. Der Künstler ärgerte sich immer wieder über das dumme Vorurteil, Lanzarote habe nichts zu bieten außer Aschehaufen, Trümmerfelder und schwarze Strände. Vielmehr empfand er seine Heimat als wilde und lebendige Naturschönheit, die er ohne Bettenburgen und Betonwucherungen zur touristischen Besonderheit umgestalten wollte. Er legte Gärten an und Parks an, baute Höhlenrestaurants und Aussichtspunkte, schuf öffentliche Kunstwerke und brachte die Regierung dazu, nur Bauten in traditionellen Stil zuzulassen. Sogar das Aufstellen von Werbetafeln ist bis heute verboten. Das Wohnhaus des 1992 gestorbenen Künstlers kann heute besichtigt werden. Für das Haus wurden fünf Lavablasen zu Wohnräumen ausgebaut. Weitere Sehenswürdigkeiten sind zum Beispiel der Kaktusgarten Jardin de Cactus oder der Aussichtspunkt Mirador del Rio.

Wein & Landswirtschaft

Weinanbau

Weinanbau

Sehr interessant ist auch das Weinbaugebiet La Geria im Zentrum der Insel. Einzelne Weinreben wachsen in Kuhlen direkt in der Lava. Kleine Mauern aus Lavagestein schützen die Reben. In der Bodega La Geria kann man den Wein kosten und auch kaufen. Das gesamte Weinbaugebiet wurde in den sechziger Jahren vom Museum of Modern Art in New York zum Gesamtkunstwerk erklärt.

Die Not machte die Landwirte des regenarmen Eilandes erfinderisch. Über fruchtbare Muttererde streuen die Bauern eine Lage schwarzen Picón (feinkörnige Lavaschlacke). Diese entzieht der Luft die Feuchtigkeit und leitet diese an den Boden weiter. Deshalb gedeihen auf der Insel heute neben Wein und Tabak auch Korn, Kartoffeln, Melonen und Feigen. Gute Geschäfte machten die Insulaner mit Läusen. Das tiefe Rot der Cochenilleschildlaus ist als natürlicher Farbstoff begehrt. Unter anderem für Lippenstifte und farbenfrohe italienische Aperitifs.

Die Strände

Lanzarote ist natürlich auch eine Urlaubsinsel mit einigen sehr schönen Sandstränden. Die romantisch gelegenen Strände Playa Blanca und Playas del Papagayo im äußersten Süden haben sich zu beliebten Tourismuszentren entwickelt, die Playa de Famara lockt vor allem Surfer an. Das wichtigste Touristenzentrum ist Puerto del Carmen südlich von Arrecife. Ein weiteres Ferienzentrum ist Costa Teguise ca. 10 Kilometer nördlich der Hauptstadt.

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