Madeira

Madeira

Madeira

Seien Sie an Deck, wenn Ihr Kreuzfahrtschiff sich Madeira nähert. Das Panorama von Funchal ist unvergleichlich schön. Die Stadt erstreckt die Berge hinauf bis in große Höhen. Ganz weit oben sieht man die Kirche von Monte. Das ist wieder eine Bilderbuch-Hafeneinfahrt auf Ihrer Kreuzfahrt. Es hat den Anschein, als gäbe es in Funchal keine zwei Häuser, zwischen denen nicht Bäume, Sträucher oder Blüten wären. Funchal sieht aus wie ein Kurpark, wenn man sich der Stadt von See her nähert. Madeira wird aufgrund der üppigen Vegetation auch „Blumeninsel“ genannt und gehört zu Portugal. Die ganze Insel ist eine wild zerklüftete, von tiefen Schluchten durchzogene Berglandschaft. Es gibt praktisch keine Ebenen. Alles ist bergig und extrem steil. Die Sonne und der regelmäßige Regen machen Madeira zu einer unheimlich fruchtbaren Insel. Hier wächst alles. Die Menschen haben über Generationen an fast jedem noch so steilen Hang wurden Terrassenfelder angelegt. Diese werden von den bekannten Levadas mit Wasser versorgt. Das Netz der künstlichen Kanäle ist mehrere Tausend Kilometer lang. Die Levadas sind gleichzeitig wunderbare Wanderwege.

Ein großes Highlight ist das jährliche Silvesterfeuerwerk. Nicht umsonst liegen am Sylvesterabend häufig ein halbes Dutzend Kreuzfahrtschiffe vor Madeira. Das spektakuläre Feuerwerk ist wohl eines der schönsten weltweit. Sorgfältig ausgewählte Landausflüge und Besichtigungstouren lokaler Anbieter können Sie z.B. bei Viator buchen.

Der Hafen

Gare Maritima do Porto do Funchal

Gare Maritima

Kreuzfahrtschiffe kommen an der Gare Maritima do Porto do Funchal an. In dem modernen Terminal gibt es eine Touristeninformation. Nach einem kleinen Fußmarsch erreicht man das Zentrum der Inselmetropole. Bis zur bekannten Markthalle bzw. zur Talstation der Seilbahn läuft man etwa 30 Minuten. Auch das bekannte Luxushotel Reid’s Palace können Sie zu Fuß erreichen. Denken Sie an eine Reservierung, wenn Sie den berühmten Afternoon Tea genießen möchten. Die beliebten roten Sightseeing-Busse der Firma City-Sightseeing sind auch in Funchal eine Alternative. Los geht es an der Marina in der Nähe des Kreuzfahrthafens. Hier finden Sie einen Stadtplan von Funchal zu mitnehmen.

Eine Seilbahn bringt Sie hinauf nach Monte. Die Talstation sehen Sie bereits vom Kreuzfahrtschiff. Eine weitere Seilbahn führt vom botanischen Garten (Jardim Botânico da Madeira) hinauf. In dem früheren Edelkurort Monte gibt es einen schönen botanischen Garten (Jardim do Monte Palace) und die bekannte Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte. Die Rückfahrt mit einem Korbschlitten ist ein besonderes Erlebnis.

Für Landausflüge in die Umgebung benötigt man ein Auto. Im Bereich des Hafens bieten Taxiunternehmer ihre Dienste an. Manche Fahrer sprechen deutsch und haben sogar eigene Webseiten über die sie ihre Inseltouren vertreiben. Derzeit ist ein gewisser Manuel gut im Geschäft. Aber das ändert sich natürlich von Zeit zu Zeit. Hier eine Karte von Madeira.

Die Highlights von Madeira

Funchal liegt in einer großen von Steilufern umgebenen Bucht der Südküste. Im Osten tritt das Gebirge an die Küste heran und fällt schroff ins Meer ab. Reisende, die sich auf einem Kreuzfahrtschiff vom Meer her nähern, sehen Madeiras Hauptstadt wie ein riesiges antikes Theater, eingebettet zwischen grüne, wolkenverhangene Berge und die tiefblaue See.

Funchal

Funchal

Funchal

Wenn man zum ersten Mal nach Madeira kommt, kann man in der hübschen Inselhauptstadt Funchal einen schönen Tag verleben. Funchal hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist an sich schon eine Reise wert. Auch in der Stadt grünt und blüht es überall. Wer Gärten und Blumen liebt, kommt hier auf seine Kosten. Für Pflanzenfreude ist der Besuch des Jardim Botanico da Madeira in Funchal ein besonderes Highlight. Sehenswert ist auch das Innere der Kathedrale Se aus dem frühen 16. Jahrhundert. Es gibt eine mit Elfenbeinintarsien geschmückte Holzdecke sowie kunstvoll geschnitzte Altäre und Chorgestühle. Westlich der Kathedrale, in der Hauptgeschäftsstraße von Funchal, der Avenida Arriaga, liegt das Fremdenverkehrsbüro. Ein weiteres Highlight ist die große Markthalle Mercado dos Lavradores. Das Angebot an exotischen Früchten, Obst, Gemüse sowie Fleisch und Fisch ist riesig. Um die Markthalle herum gibt es zahlreiche kleine Restaurants. Das alles kann gut zu Fuß erreichen. In diesem Bereich ist die Stadt auch nicht sehr steil.

Reid’s Hotel

Reids Palace

Reid’s Palace

Reid’s Hotel ist ein berühmtes Luxushotel und Ziel vieler Landausflüge. Ab Mitte des 19. Jh. entwickelte sich ein exklusiver Wintertourismus. Adelige und Wohlhabende flohen vor den kalten mitteleuropäischen Wintern auf die Atlantikinsel und mieteten Wohnungen oder Quintas an. Viele nahmen die Dienste eines Maklerbüros in Anspruch, das komplett ausgestattete Villen vermittelte. Der Makler war ein gewisser William Reid, Sohn eines schottischen Bauern, der 1836 als armer Schlucker nach Madeira gekommen war und sich mit Fleiß und Ehrgeiz an die Welt der Reichen herangearbeitet hatte. Reid wandelte die ersten Quintas in Hotels um und ging schließlich daran, seinen Lebenstraum zu erfüllen: ein Luxushotel für seine exklusive Klientel zu bauen.1901 war das Reid’s Palace Hotel unter Leitung der Reid-Söhne schließlich fertig gestellt, und Europas Schickeria strömte in Scharen herbei. 1925 waren die Reids auf Grund großer finanzieller Schwierigkeiten gezwungen, den Hotelpalast abzustoßen. Nach einem kurzen Intermezzo gelangte das Haus 1937 in die Hände der zweiten bedeutenden englischen Familie auf Madeira, der Blandys. Mit viel Pomp wurde die renovierte Anlage nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eröffnet. Die exquisite Kundschaft blieb dem Reid’s auch nach dem Eigentümerwechsel treu, und die Gästeliste liest sich wie ein Who’s who des europäischen Adels, garniert mit illustren Namen aus Politik, Film und Literatur.

Reid’s Palace Hotel ist auch heute noch die allererste Adresse auf Madeira. Man legt großen Wert auf Etikette. Jackett und Krawatte sind z. B. Pflicht im Speisesaal, ebenso erwartet man angemessene Kleidung beim berühmten Five o’clock tea, den auch Nicht-Hotelgäste im Reid’s einnehmen: können. Zum Tee werden süße und salzige Häppchen in bester britischer Tradition kredenzt. 1996 wurde das Hotel, an die Orient Express Group verkauft und umfassend renoviert. Heute präsentiert sich das Reid’s noch schöner, ist noch immer very british und Mitglied der „Leading Hotels of the World“.

Monte

Seilbahn nach Monte

Seilbahn nach Monte

Nicht entgehen lassen sollten Sie sich den Besuch von Monte. Die Talstation der Seilbahn sehen Sie bereits vom Schiff aus. Von der Endstation der Seilbahn kann man die Aussicht auf die schönen Prachtbauten und Gärten von Monte in Ruhe genießen. Sehr schön ist der Monte Palace Tropical Garden. Hinunter geht es dann mit den berühmten Korbschlitten. Ober wieder mit der Seilbahn.

Im 19. Jahrhundert war Monte Wohnort der Adeligen und Reichen Madeiras. Sie errichteten Villen in tropischen Gärten. Das Monte Palace Hotel empfing fast jeden, der in Europa Rang und Namen hatte. Der Monte Palace Tropical Garden ist heute ein schöner Botanischer Garten. In Monte verbrachte auch der 1918 aus Österreich vertriebene, weitgehend mittellos gewordene Kaiser Karl I. die letzten Monate seines Lebens. Er wurde in der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte beigesetzt.

Botanische Gärten

Auf der Blumeninsel Madeira gibt es natürlich wunderbare Botanische Gärten. Über den Monte Palace Tropical Garden haben wir bereits berichtet. Ebenfalls sehenswert ist der Der Jardim Botanico da Madeira. Der Garten liegt nordöstlich von Funchal in etwa 300 m Höhe an einem sanft abfallenden Hang. Eingerichtet wurde er von der Stadtverwaltung auf dem Gelände der einstigen Quinta der Hoteliers Familie Reid. Eine Parkanlage der Superlative ist Blandy’s Garden. Ursprünglich gehörte der über 200 ha große Besitz dem Conde de Carvalhal, der im 19. Jh. Bürgermeister von Funchal war. 1801 wurde ein erstes Herrenhaus – das heutige Hotel Casa Velha do Palheiro – errichtet und der Park von einem französischen Landschaftsgärtner gestaltet. Als Familie Blandy das Anwesen übernahm, ließ sie ein zweites großes Herrenhaus bauen, die Casa Velha verfiel. Heute steht ein Teil von Blandy’s Garden Besuchern offen, die Gärten um die immer noch bewohnte Quinta sind allerdings gesperrt und das Areal um das Hotel dessen Gästen vorbehalten.

Ausflüge ins Umland

Camara de Lobos

Camara de Lobos

Natürlich sind auch Ausflüge ins Umland oder Inseltouren möglich. Beliebte Ziele sind zum Beispiel das schöne Fischerdorf Camara de Lobos das durch Winston Churchill berühmt wurde. Oberhalb von Camara de Lobos befindet sich das größte Anbaugebiet für den Madeirawein. Ganz in der Nähe befindet sich das Cabo Girao. Es ist eines der höchsten Kliffe der Welt und bietet Ihnen einen atemberaubender Blick gegen Osten über die Bucht von Funchal und gegen Westen nach Punta do Sol. Steigen Sie hinauf zum Aussichtspunkt und schauen Sie hinab auf das wild schäumende Meer knapp 600 m weiter unten. Besonders beliebt sind auch die Lavada-Wanderungen. Neben den typischen Bewässerungskanälen gibt es immer einen Fußweg. Geführte Touren bieten sich an, denn die Karten sind oft nicht perfekt.

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