Landausflüge in Tanger

Landausflüge in Tanger

Tanger

Tanger ist eine marokkanische Großstadt mit mehr als 600.000 Einwohnern an der Straße von Gibraltar. Die Stadt war 45 Jahre lang (1912-1957) Handelsfreiplatz und Freihafen und der gemeinsamen Verwaltung vor acht Mächten, darunter Marokko, unterstellt. Alle Waren konnten ohne Zoll eingeführt, verkauft, umgeschlagen oder wieder ausgeführt werden; es gab einen internationalen Gerichtshof, mehrere Postämter, die jeweils Briefmarken ihres Landes verkauften, und einen freien Geldmarkt. Alle diese Vorrechte ließen Tanger in kürzester Zeit zur blühenden, reichen und durch die zahlreichen Fremdeinflüsse nicht typisch marokkanischen Stadt werden. Als jedoch der Ausnahmestatus wieder aufgehoben wurde hörte die rasante Entwicklung auf. Weitere Informationen für Landausflüge in Tanger gibt es auf der Webseite von Visit Tanger. Eine Auswahl an Ausflügen lokaler Anbieter gibt es z.B. bei Viator oder Kreuzfahrtausflüge.de.

Auf eigene Faust

Der Hafen von Tanger wird derzeit umgestaltet und soll in Zukunft nur noch touristisch genutzt werden. Das wurde möglich, weil vierzig Kilometer von Tanger entfernt (in Richtung Ceuta) ein riesiger neuer Containerhafen (Tanger Med-Port) gebaut wurde.

Grafik des Hafens

Grafik des Hafens

Kreuzfahrtschiffe machen an der sehr langen Mole am westlichen Rand des Hafens fest. Die Grafik zeigt, wie die Situation derzeit ist und wie es in den kommenden Jahren werden könnte.

Tanger Hafen

Blick auf die Mole in Tanger

Am Liegeplatz gibt es keine touristische Infrastruktur. Urlauber, die Landausflüge in Tanger auf eigene Faust planen, können über die Mole in die Stadt laufen. Die Medina grenzt direkt an den Hafen. Der Weg vom Liegeplatz über die Mole bis zum Hafenausgang zieht sich etwas. Schätzungsweise läuft man einen Kilometer bis an den Rand der Altstadt.

Wer möchte kann am Hafenausgang die Dienste von Stadtführern und Taxifahrern in Anspruch nehmen. Nicht wenige sprechen deutsch. Auch in Tanger werden Petit Taxis und Grand Taxis unterschieden. Die blauen Petit Taxis sind für den innerstädtischen Verkehr und verpflichtet, das Taxameter einzuschalten. Wer eine Tour ins Umland möchte, sollte nach einem der weißen Grand Taxis umsehen. Wichtig ist eine klare Vereinbarung über den Fahrpreis vor Antritt der Fahrt.

Highlights für Landausflüge in Tanger

Zwei traditionelle Mittelpunkte des Lebens in Tanger sind die Plätze Grand Socco und Petit Socco. Der Grand Socco heißt offiziell Place du 9. Avril 1947. Von hier gelangt man durch ein Tor in die Medina.

Tanger im Überblick

Tanger im Überblick

Jedes Gewerbe hat in der Medina sein eigenes kleines Viertel – in einer Gasse die Tischler, in einer anderen die Goldschmiede. Der Petit Socco im Herzen der Medina ist ein stimmungsvoller Platz mit zahlreichen Cafes. Mit einem kundigen Führer findet man sich einfacher zurecht.

Kasbah

Kasbah

Die wehrhafte Kasbah (Zitadelle) befindet sich auf dem Hügel über der Medina. Sultan Moulay Ismail ließ im 17. Jahrhundert in der Kasbah seinen Palast errichten ließ. Heute sind zwei Museen in dem prachtvollen Bau untergebracht. Durch ein unauffälliges Tor in der Rue Riad Sultan gelangt man in den Sultansgarten, einen hübschen Hof mit efeu- und weinberankten Spalieren, Orangenbäumen und zwitschernden Vögeln. Gleich daneben ist eine weitere kleine Gartenanlage mit Bananenstauden und einem riesigen dreistämmigen Feigenbaum. Von hier aus gelangen Sie in den eigentlichen Palast. Der von wuchtigen Marmorsäulen eingerahmte Innenhof ist jetzt Mittelpunkt des Museums für marokkanische Volkskunst. In den Ausstellungsräumen findet man unschätzbare illuminierte Korane, Holz- und Metallarbeiten, Berberteppiche, edle Stoffe und eine Keramiksammlung. Das angrenzende Altertumsmuseum zeigt Funde aus der Steinzeit und römische Mosaike.

Sultanspalast

Sultanspalast

Man kann den Palast durch das elegante Schatzhaus Bit el-Mal verlassen, in dem mehrere Räume mit Balkon den Mechouar überblicken, den Paradeplatz, auf dem sich das Volk versammelte, um dem Sultan oder dem Gouverneur zu huldigen. Nördlich davon bietet ein über dem Felsen gelegener Aussichtspunkt den besten Rundblick über Bucht und Meerenge. Etwas östlich des Petit Socco befindet sich die Große Moschee, die Tanger ebenfalls den Sultan Moulay Ismail verdankt. Er ließ sie an der Stelle einer alten Moschee errichten, die die Portugiesen im 15. Jahrhundert zur Kathedrale des Heiligen Geistes umgebaut hatten.

Landausflüge ins Umland

Kap Spartel

Kap Spartel

Das Kap Spartel an der Straße von Gibraltar wird manchmal fälschlicherweise als nördlichster Punkt Afrikas dargestellt. Auch wenn das nicht ganz stimmt, ist das Kap ein schönes Landausflugsziel. Mann kann die Wendeltreppe zur Plattform des Leuchtturms hinaufsteigen und die Aussicht auf die Straße von Gibraltar und den regen Schiffsverkehr genießen. Der schöne Strand, der hier beginnt, wirkt einladend, doch sollte man beim Schwimmen im wilden Atlantik vorsichtig sein. Einige Kilometer weiter die Küste entlang kann man die Herkulesgrotten besuchen, die schon in vorgeschichtlicher Zeit als Steinbruch dienten.

Medina in Tetouan

Medina in Tetouan

Ein Tagesausflug in die Rifberge führt in die 120 Kilometer entfernte Stadt Chefchaouen (Chaouen) mit ihren weißgetünchten Häusern. Das im 15. Jahrhundert gegründete Städtchen war ein Zufluchtsort für Mauren und Juden, die bei der christlichen Wiedereroberung Spaniens vertrieben wurden. Der Ort war über Jahrhunderte völlig von seiner Umgebung abgeschlossen, so dass andalusische Architektur, Gärten und Handwerkskünste unverändert erhalten blieben. Unterwegs kann man auch die Stadt Tetuan besuchen. Die Großstadt war früher Hauptort des spanischen Protektorats Nordmarokko. Mit ihren weißen Häusern, die sich über dem Mittelmeer von den Hängen des Riffs abheben, hat die Tetuan andalusisches Gepräge. Die weitläufige Medina gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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